Das Angebot in der Erwachsenenbildung ist groß. Das heißt aber noch lange nicht, daß es ausreichend Trainer und Trainerinnen gibt. Daher beschäftigen wir uns in diesem Beitrag mit der Frage ob es sich lohnt, sich in der Erwachsenenbildung zu etablieren.

Motivation als Trainer | als Trainerin in der Erwachsenenbildung zu arbeiten

Zunächst einmal macht es Sinn die eigene Motivation zu hinterfragen, warum man als Trainer | als Trainerin in der Erwachsenbildung tätig sein will.

Welche Fragen könnten Sie sich diesbezüglich stellen?

  • Was erwarte ich mir als Trainer | als Trainerin, wenn ich Wissen an Erwachsene weitergebe?
  • Welches Wissen kann und möchte ich weitergeben?
  • Bin ich ausreichend ausgebildet um Wissen fachgerecht weiterzugeben?
  • In welcher Umgebung könnte ich mir vorstellen, als Trainer | als Trainerin tätig zu sein? Wie z. B. an Instituten, in Betrieben, in Form von Online Trainings, oder Einzeltrainings?
  • Will ich als Trainer | Trainerin selbständig, bzw. freiberuflich arbeiten, oder mir einen Job suchen?

Anwendungsbereiche der Erwachsenenbildung

Gerade in der Erwachsenenbildung gibt es mehr Anwendungsbereiche, als einem oft bewusst ist. Diese sind nämlich überall zu finden, und Sie begegnen ihnen täglich.

Wollen wir mal einige aufzählen:

  • an Ihrem Arbeitsplatz, in Form von innerbetrieblicher Weiterbildung, Schulungen und Fachkursen
  • in Ihrer Freizeit, in Form von Kursen, die Sie z. B. an einer VHS besuchen
  • im privaten Bereich, wenn Sie z. B. Freunden und Bekannten etwas näher bringen wollen (Kochrezepte, Trainingstipps, Gartengestaltung usw.)

Immer, und immer wieder kommen Sie in Situationen, wo Sie anderen Erwachsenen etwas ‚erklären‘ wollen oder müssen.

Kommunikation als Basis für Austausch

Wenn Sie nun jemanden was erklären, und sich noch nicht mit Kommunikationstechniken befasst haben, könnten sie das als Belastung empfinden. Empfinden Sie es nicht als Belastung sind Sie ein Naturtalent, oder haben sich bereits mit Kommunikationstechniken auseinander gesetzt.

Wissen weiterzugeben, und zwar so, dass es vom Vis-à-Vis aufgenommen werden kann, ist schon eine aufregende Sache. Es geht nicht nur darum ‚etwas zu erklären‘, oder ‚etwas zu erzählen‘. Nein, es geht darum alle da ‚abzuholen‘ wo sie gerade stehen, und sie in der Form anzusprechen, dass sie sich gut aufgehoben fühlen.

Erwachsene lernen anders

Es wird Ihnen bestimmt schon mal selbst aufgefallen sein, dass Sie heute Informationen ganz anders wahrnehmen, als früher. Sowohl Aufgaben, als auch Fokus haben sich verändert, die Verantwortung für sich und andere ist höher, und man hat es verlernt zu lernen. Das liegt daran, dass auch das Lernen wieder gelernt werden muss, weil man einfach aus der Übung ist. Zu vergleichen ist das mit einem sportlichen Training: je länger Sie keine Bewegung gemacht haben, umso schwieriger ist es, zur alten Form zu gelangen.

Daher gehört es zu den Aufgaben eines Trainers | einer Trainerin auch das zu berücksichtigen.

eigenes Wissen erweitern und Lehren lernen

Nicht selten ergibt es sich aus neuen Situationen heraus, dass man andere bereits einschult, oder anderweitig beim Lernen unterstützt.

Ertappen Sie sich gerade dabei, darüber nachzudenken, ob auch Sie das Lehren lernen können? Dann läßt sich diese Frage einfach beantworten: Ja, das können Sie!

Besuchen Sie eine Ausbildung, wo Sie zum Trainer | zur Trainerin ausgebildet werden. Profitieren Sie beruflich und persönlich davon. In erster Linie geht es auch hier um Ihre Weiterbildung als Erwachsene | als Erwachsener. Zudem hat die Erfahrung gezeigt, dass es in jedem Fall eine Bereicherung ist. Denn, ganz gleich welches Fachwissen Sie weitergeben wollen: eine Ausbildung zum Trainer | zur Trainerin wird Sie dabei unterstützen!

© Ch.-Red. Lydia Weber | 2021